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 Kreaturenlexikon

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BeitragThema: Kreaturenlexikon      So 18 Sep 2011 - 16:38



Dieses Lexikon, welches nach und nach ergänzt wird, erhebt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit. Des Weiteren wird keine Haftung übernommen
für fehlende Angaben, die Ihnen beim Kontakt mit einer der aufgeführten
Spezies Gliedmaßen, Ihre psychische Gesundheit, Seele oder gar
das Leben kosten.




- Hauptsächlich vertretene übernatürliche Arten -

- Die Menschen: Wächter und Jäger -

- Untote und nicht-materielle Wesen -








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BeitragThema: Hauptsächlich vertretene übernatürliche Arten      So 18 Sep 2011 - 16:38

Hauptsächlich vertretene übernatürliche Arten




Von Dämonen wimmelt es in Blackhaven geradezu. Der Ruf des Bösen, der vom schwarzen Wasser ausgeht, lässt sie aus allen Hemisphären in die düstere Stadt strömen. Gerade im 'zwielichtigen Viertel', dem verruchten Ortsteil, gehört fast jeder Dritte, dem man begegnet, zu dieser Art - zumindest anteilig, denn durch und durch Dämon sind nur die wenigstens.

Es gibt die verschiedensten Ausprägungen von ihnen; generell lassen sich aber die niederen und die höheren unterscheiden. Erstere folgen oft nur ihrem Zerstörungs- und Tötungstrieb, kaltblütig und grausam.
Höhere Dämonen hingegen sind intelligente Wesen, die meistens keinen Wert darauf legen, in ihrer menschlichen Hülle "erkannt" zu werden. Sie sind alt und mächtig, agieren eher im Hintergrund und lassen ihre Lakaien die Drecksarbeit verrichten. Es heißt, dass sie die Verwaltung der Stadt längst unterwandert und damit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss hätten. In der Unterwelt sind sie hoch angesehen - besonders wenn es sie schon seit Jahrhunderten gibt und so trifft man sie oft im Vorstand der finsteren Organisationen und Zirkel, die Blackhaven längst zum Schachfeld gemacht haben.

Dämonen können in Blackhaven frei umherstreifen. Nur in die 'sichere Gegend' kommen sie nicht (einfach so), da jene zum Einen vom Rat der Wächter kontrolliert und bewacht wird und zum Anderen von einer magischen Barriere beschützt ist.







Über Engel ist fast nichts bekannt, da sie so selten sind. Viele leugnen gar deren Existenz - unter anderem weil sie nicht an das Vorhandensein von Himmel und Hölle glauben. Es gibt auch die verschiedensten Theorien über den Ursprung dieser Art. Manche sind der Ansicht, dass Engel direkte Kinder der Magie sind oder Anomalien in der Machtzirkulation des Universums.
In jedem Fall kommen und gehen sie oft unerkannt und scheinen die Geschicke der Welt entweder zu lenken oder deren Entwicklung zu beobachten. Man weiß nicht, wem oder ob sie überhaupt dienen - man weiß nur, dass man sich niemals mit einem Engel anlegen sollte, denn sie zählen zu den mächtigsten Lebewesen, die es gibt. Einige sind dem Guten oder Bösen zuzuordnen, aber der Großteil scheint doch seine eigenen oder höhere Ziele zu verfolgen und handelt neutral.






Nach wie vor haben die meisten Unkundigen das Bild einer klassischen Hexe im Kopf: Eine alte, hässliche Frau, die auf auf einem Besen reitet und nachts Tränke aus widerlichen Zutaten zusammenrührt. Es stimmt, dass manchmal für Zauber unappetitliche Mixturen hergestellt werden, aber der Rest ist ein alter Volksglaube, der nicht viel mit der Realität zu tun hat.
Moderne Hexen sind normale Menschen mit der Gabe des Übernatürlichen, die fast immer in die Gesellschaft eingegliedert sind und nicht als das auffallen, was sie sind. Ebenso wie Magier haben sie meistens ein oder zwei Spezialgebiete.






Magier haben sich ebenfalls in der Moderne integriert und fallen nicht als solche auf. Vielleicht sogar derart perfekt, dass man meint, es gäbe von ihnen viel weniger als von ihrem weiblichen Pendant. Hexenzirkel findet der Kundige vielfach, aber Magierzirkel sind eher rar. Ob es vielleicht daran liegt, dass man den männlichen Magieranwendern nachsagt, misstrauische Einzelgänger zu sein? Es ist einfach zu wenig über sie bekannt.






Vampire sind kein bloßes Schauermärchen. Es gab sie schon immer und es wird sie wahrscheinlich auch immer geben. In Blackhaven sind sie vielfach anzutreffen - natürlich ihrer Umwelt angepasst, da sie es bevorzugen, nicht aufzufallen. Ihre Einsamkeit treibt sie dazu, Kontakt zu Sterblichen zu suchen und zum Teil gar Freundschaft oder Liebesbeziehungen mit ihnen einzugehen. Natürlich gibt es nach wie vor 'niedere' Vampire, die ausschließlich ihren Blutdurst befriedigen und wahllos morden, aber die sind inzwischen nur noch eine Randgruppe und von Jägern verfolgt.

So gut wie alle Blutsauger hegen gegenüber Werwölfen eine starke Abneigung.

Vampire scheuen weder Knoblauch noch Silber und glitzern auch nicht im Sonnenlicht, wie es eine Autorin der Welt fälschlicherweise weismachen wollte (- was auch der Grund war, warum die Rate der Opfer von Vampiren kurzzeitig sprunghaft anstieg). Sie verbrennen in der Sonne zu Asche, wie es sich für Untote gehört!
Nur die allerwenigsten können am Tag wandeln; die, die einen speziellen Ring besitzen oder magisch geschützt werden. Der Rest muss entweder den Einbruch der Dunkelheit abwarten oder tagsüber die Tunnel unter der Stadt benutzen, um sich fortzubewegen oder auch die Kanalisation(, wobei die selbst für bereits Tote nicht empfehlenswert ist).
Den Vampiren in Blackhaven kommt zu Gute, dass öfter mal tristes, graues Wetter herrscht und sich an manchen Tagen die Sonne kaum bis gar nicht zeigt.

Einen Vampir kann man vernichten, indem man aus ihm eine lebende Fackel macht, seinen Kopf von den Schultern trennt, einen Pflock ins Herz rammt oder ihn zerstückelt. Werwolfsbisse sind für diese Art außerdem "giftig", also tödlich!
Ansonsten gelten die bekannten Eigenschaften von wegen Verlangen nach Blut, übermenschliche Stärke und Schnelligkeit, geschärfte Sinne und so weiter. Des Weiteren müssen sie immer noch hereingebeten werden, sobald sie private Gebäude betreten. Nur, wenn der Besitzer tot ist, können sie einfach so in ein Haus eindringen.






Werwölfe galten eine halbe Ewigkeit als Mythos, aber sie sind so real wie der Mond, der bei ihnen eine entscheidene Rolle spielt. Normalerweise menschlich, aber einmal im Monat unkontrollierbare Bestien, die die Welt auf vier mächtigen Pfoten durchstreifen. Einige haben sich während ihrer Verwandlung im Griff, aber gerade junge, neue Werwölfe müssen sich bei Vollmond anketten und einschließen.

In ihrer Wolfsform sind sie unglaublich stark, schnell, haben geschärfte Sinne und ihre Krallen und Reißzähne stellen tödliche Waffen dar. Sie haben eine erhöhte Regenerationsfähigkeit - auch in ihrer menschlichen Gestalt - und ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsempfinden. Untereinander unterstützen sie sich, wo sie nur können. Werwölfe tauchen selten alleine auf, weil sie nun mal gesellig sind. In Zeiten von Jägern und vermehrtem Vampirauftreten benötigen sie auch eher den Schutz des Rudels.

Die meisten Gestaltwandler wollen ein halbwegs normales, menschliches Leben führen. Einige lassen sich aber auf einen Magieanwender ein, welcher ihnen zu einem gewissen Preis etwas anfertigt (z.B. einen Ring), der es ihnen gestattet, unabhängig vom Vollmond zu sein. So sind sie jederzeit bereit, sich gegen Vampire zu wehren, gegenüber denen sie eine starke Abneigung hegen.
Ihr Biss endet für Blutsauger tödlich - aber nur, wenn sie ihre Wolfsnatur erweckt haben.

Wie jemand zum Werwolf wird, ist nicht genau geklärt (-> dem Spieler überlassen). Bekannt ist nur, dass Silber sie verletzt, sie aber ebenso auch anders getötet werden können. Zwar sind sie recht robust und heilen schnell, jedoch letztendlich menschlich.
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BeitragThema: Die Menschen: Jäger und Wächter      Mo 19 Sep 2011 - 22:03

Die Menschen: Jäger und Wächter




Menschen flüchten sich in die Sicherheit der eigenen, meist überaus komfortablen vier Wände und tun alles, was sich nicht in bekannte Muster pressen lässt, als Unsinn ab. Viele würden das Übernatürliche nicht mal erkennen, wenn es an ihre Tür klopfen würde. Dabei ist das Böse ein selbsterschaffenes Übel.
Es heißt, dass die Mächte der Ewigkeit die Untoten geschickt haben, zu wandeln und sich zu laben am Lebenssaft der Menschen - sie ausbluten zu lassen, wie jene es mit der Erde taten. Und sie schickten die Gestaltwandler, zu zerreißen und zu zerfetzen die menschliche Rasse gleich dem Wüten der Wilderer und Industrie. Sie erschufen auch die Dämonen und andere Kreaturen, um die Plage der Menschheit von der Welt zu tilgen.
Den Menschen gaben sie lediglich die Magie; den wenigen Auserwählten, um entweder die Apokalypse durch selbstsüchtiges Verhalten zu beschleunigen oder in Anwandlung von Erkenntnis und Weisheit zu verhindern. Außerdem befahlen sie den Engeln, über das Schicksal zu wachen und unerkannt im Sinne des Gleichgewichts zu handeln.

So kann man die Existenz des Übernatürlichen zumindest auslegen. Dass sie eine Antwort auf die Evolution war, die den Fluch "Menschheit" hervorgebracht hatte.

Bei all ihrer Gier, ihrem Egoismus und ihrer Triebhaftigkeit muss man dieser Art aber eines lassen: Obwohl sie sterblich und im Vergleich zu anderen leicht verletzbar ist, ist sie unheimlich zäh. Menschen halten den widrigsten Umständen stand und können selbst in der verzweifelsten Situation noch Kampfgeist aufbringen. Einige Individuen sind, ohne zu zögern, bereit, sich für andere Personen oder höhere Dinge zu opfern. Ihr Wagemut und Risikobereitschaft ist fast schon legendär.
Finden sie sich einmal in Gruppen zusammen und machen sich ihre Kreativität und ihre fortschrittliche Technik zunutze, kommen sie auch gegen überlegene Arten wie zum Beispiel Vampire an. Daher fürchten die übernatürlichen Wesen nichts so sehr wie eine Zusammenrottung, denn einzeln und unwissend oder ungläubig sind die Menschen leicht zu besiegen, zu mehreren jedoch ganz und gar nicht. Daher muss das Übernatürliche möglichst unbekannt bleiben für die Masse.

Inzwischen zeichnet sich jedoch die Tendenz ab, dass immer mehr Angehörige der Art den Glauben an eine schöne, heile Welt hinter sich lassen und die Augen nicht mehr vor dem Bösen verschließen. Widerstand regt sich. Die Mehrheit ist nach wie vor ahnungslos und bleibt es besser auch, aber ein Teil der Menschen hat schon vor Jahrhunderten angefangen, sich zu organisieren. Die zwei großen Gruppen - die Jäger und die Wächter -, die stillen Verteidiger der Zivilisation, zeichnen sich vor allem in Blackhaven durch eine wachsende Anhängerschaft aus, um den dunklen Mächten die Stirn zu bieten.






Ob berufen oder selbsternannt: In allen Breitengraden der Erde gibt es sie - die Jäger und Jägerinnen. Seit die ersten bösartigen Kreaturen auftraten, gab es immer welche, die sie jagten und bei dem Versuch umkamen oder sich einen Namen machten. Meistens sind sie selber nur gewöhnliche Menschen, die sich auf ihre Waffen und ihr Geschick im Umgang damit verlassen oder schlicht auf das Glück. Seltener besitzen sie selber übernatürliche Fähigkeiten oder tragen gar einen Teil eines Dämons in sich. In vielen Fällen sind sie weder ausgebildet noch wirklich auf das vorbereitet, was sie erwartet. Etliche sterben, doch sie nehmen es alle in Kauf, denn sie sind sich ihrer Verantwortung bewusst.

Von Generation zu Generation weitergereicht und von den Mächten der Ewigkeiten unterstützt, ging die Bürde irgendwann fest in die Erbanlagen ein und brachte die Linie der Jäger hervor: Auserwählte, die die Kraft haben, das Böse in Schach zu halten. Umso mehr finstere Kreaturen auftauchten, umso mehr Menschen wurden dazu 'berufen', den Kampf gegen sie aufzunehmen. In letzter Zeit sind besonders viele auserkoren worden.

Die Wächter sind seitdem etwas überfordert und haben Mühe, die Geheimhaltung, die nach dem Kampf gegen das Böse oberste Priorität hat, zu wahren. Sie sind auch beschäftigt damit, 'Querschläger' einzufangen, denn ein Teil der Jäger neigt zum Missbrauch seiner Kräfte oder sogar gänzlich zum Bösen - besonders hier in Blackhaven. Man munkelt, der Höllenschlund hätte die Macht, auch den stärksten Geist zu korrumpieren...





Die Wächter existierten, seitdem es Auserwählte gab. Gab es früher nur einen kleinen Rat, wurde aus ihnen mit dem aufkeimenden Bösen schnell eine ganze Organisation, die ihre Stützpunkte auf jedem Kontinent hatte und über ein eigenes Netzwerk verfügte, sodass sie selbst auf Regierungen bei Bedarf Einfluss nehmen konnte. Die Mitglieder schworen, die Jäger anzuleiten und zu schützen. Jeder wurde und wird noch immer darauf vorbereitet, notfalls sein Leben für die sie zu lassen und deren Prioritäten immer über die eigenen zu stellen.

Die Wächter basieren auf Tradition, Erfahrung, Pflichtbewusstsein und einem Handbuch, von denen nichts eine Änderung duldete. So verpassten sie es auch, mit der Zeit zu gehen und den neuen Gefahren zu begegnen. Vielmehr wurden sie träge und führten sich auf wie Marionettenspieler, die aus dem weit entfernten London, dem Hauptsitz, ihre Anweisungen übermittelten und das Geschehen nur noch halbinteressiert verfolgten. Mit den ersten Beinahe-Weltuntergängen schreckten sie auf und mussten feststellen, dass sie dem Bösen nicht mehr gewachsen waren. Viel zu spät bemerkten sie, dass ihnen der Sinn für die Realtität entglitten und ihre internen, starren Strukturen und Moralvorstellungen ein Relikt aus alter Zeit war, das derart keinen Bestand mehr haben konnte.
Seit Jahrzehnten der Kopf des Konzils, hatte Quentin Travers es versäumt, entsprechende Nachfolger auszubilden; er selber war alt und starrsinnig geworden und pochte weiterhin auf das staubige Ansehen der Wächter, obwohl sich die Hölle bereits die Klinke in die Hand gab. Seine Sturheit bezahlte er letztendlich mit dem Leben, als eine Bombe hochging und das Hauptquatier in die Luft sprengte.

Durch das Attentat wurden die letzten verbliebenden Wächter fast alle getötet. Rupert Giles, einer der wenigen Überlebenden und ein vehementer Gegner von Quentins Die-Jäger-sind-ein-Werkzeug-Überzeugung, machte sich daran, den Rat zu verjüngen, neu zu ordnen und wieder aufzubauen. Als neuen Hauptsitz wählte er einen Ort direkt im Herzen des Bösen, um nicht nur präsent zu sein und das Gute so genau koordinieren zu können, sondern auch um die Wächter wieder aktiv am Kampf gegen die Finternis teilnehmen zu lassen. >> mehr
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BeitragThema: Re: Kreaturenlexikon      Do 29 Dez 2011 - 20:28

Untote und nicht-materielle Wesen





Nur wenig weiß man über Geister, da sie sehr selten sind und keine Spuren hinterlassen. Magische Vertreter dieser Art bilden eine Ausnahme, ansonsten stellen alle anderen die Seelen von Verstorbenen dar, die entweder verflucht wurden oder aus einem bestimmten Grund keinen Frieden finden. Sie sind gefangen in einer Zwischensphäre und dazu verdammt, solange umherzuwandeln, bis das, was sie noch erledigen wollten, getan wurde.

Diese nicht-materiellen Präsenzen sind überall auf der Welt vertreten und in der Lage, teilweise physisch die Umwelt beeinflussen (z.B. Poltergeister). Meistens sind sie für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar - es sei denn, sie wollen gesehen werden oder wurden dazu gezwungen, sich in unserer Welt zu zeigen. In jeden Fall sind sie hartnäckige und oft komplizierte, schwer zu verstehende Wesen. So gut wie alle hoffen auf Erlösung, sodass sie die Nähe der Lebenden suchen und auf ihre Art um Hilfe bitten, sofern sie nicht an einem bestimmten Ort oder einen Gegenstand gebunden sind.

Es gibt aber auch Geister, die lediglich Unheil anrichten und gar nicht von ihrem Dasein befreit werden wollen, sodass man sie dazu bringen muss. Manche schwören dabei auf Salz, andere auf Räucherstäbchen. Wie es nun genau geht, vermag niemand zu sagen, obwohl etliche Scharlatane etwas Anderes behaupten. Fest steht aber, dass man mittels Magie an sie herankommt, wenn das jedoch nur ein erfahrener Magier oder eine fähige Hexe unternehmen sollte, denn mit erzürnten Geistern ist nicht zu spaßen.
Da sie nichts mehr zu verlieren haben und ihnen die Welt fremd geworden ist, schrecken sie vor nichts zurück. Die Allermeisten sind jedoch friedlich und hoffen nur darauf, endlich Ruhe zu finden.







Der Grund, warum Friedhofsmauern meistens so hoch sind, ist nicht, die Toten vor den Lebenden zu schützen, sondern umgekehrt. Nahezu auf jedem Totenacker findet man sie: Ghule, auch Leichenfledderer oder Verschlinger genannt.
In früheren Zeiten, wo auf den Schlachtfeldern das Blut noch die Erde tränkte, konnte man sie bei Einbruch der Dunkelheit auch dort antreffen. Angelockt werden sie vom Geruch des Todes, da sie sich vorwiegend von Aas ernähren, jedoch ebenso Jagd auf Menschen machen, sollte es an Toten mangeln oder sich jemand in der Finsternis in ihr Territorium wagen. Sie sind ausschließlich nachtaktiv und verkriechen sich tagsüber unterirdisch in Tunnel, Höhlen, Gräber und Mausoleen, aber auch in leerstehenden Gebäuden, Ruinen, Gewölben und Kellern wurden sie schon gesichtet.

Da untereinander oft Fressneid herrscht, sind die Verschlinger überwiegend Einzelgänger, sodass sich auf einem durchschnittlichen Friedhof maximal zwei Dutzend Ghule finden lassen; sie treten nur dann gehäuft auf, wenn es viel Nahrung gibt - nach Naturkatastrophen, Epidemien und Kriegen. Ihre Hochphase, in der sie in Überzahl auftraten, war das Zeitalter der Pest.
Mit der Ausbreitung der modernen Welt wurden sie immer mehr verdrängt, sodass sie heute vor allem in abgelegenen Gegenden und Kleinstädten leben, aber auch in Sümpfen, in die sich häufiger Leute verirren. Sie legen für ihre Nahrung, wenn nötig, auch weite Strecken zurück. In Blackhaven sind die Wesen häufiger anzutreffen als anderswo.

Nur Laien würden sie mit Zombies verwechseln, denn alleine schon optisch unterscheiden sie sich deutlich von den dünnen Klappergestellen. Sie sind viel robuster, mit knöchernen Verhärtungen und allerlei Auswüchsen wie Stacheln überzogen und nur mit sehr kräftig geschwungenen, scharfen Waffen oder durchschlagenden Geschossen zu töten. Auch das Feuer fürchten sie, zumal es schon alleine ihre hypersensiblen Augen blendet. Dafür sind sie unanfällig, was Gift in jeglicher Form angeht und manche verfügen auch über eine Immunität gegenüber Magie.

Sofern sie nicht umgebracht werden, sind sie quasi unsterblich, denn sie altern und verfallen nicht, da ihr Körper bereits tot ist.
Sie bewegen sich in leicht gebeugter Haltung auf zwei Beinen fort und sind meistens fast zwei Meter groß. Schärfer als ihre Sinne sind nur ihre Krallen, um Muskeln, Sehnen und Knochen noch besser durchtrennen zu können. Ihr Biss gilt als toxisch, da sich all die Verwesungsgifte und -gase durch ihre Vorliebe für totes Fleisch in ihren spitzen Zähnen ablagern, ihnen selber aber nichts anhaben kann.
Eine Besonderheit von Ghulen ist, dass sie ihren Kiefer wie eine Schlange aushaken und so auch große Teile und beleibte Personen verschlingen können.

Obwohl sie auf allen Kontinenten anzutreffen sind, da sie extreme Kälte und Hitze durch Anpassung überstehen können, sammeln sie sich besonders auf dem europäischen Kontinent, sodass die Vermutung nahe liegt, dass ihr Ursprung ebenfalls dort zu suchen ist. Ihre Entstehung ist ungewiss - man weiß nur, dass sie geschlechtslos sind und sich daher nicht vermehren können, sodass verschiedene Thesen existieren.
Eine besagt, dass verdorbene Menschen nach ihrem Tod zu dem Monster werden, das sie zu Lebzeiten in ihrem Inneren gewesen sind. Einer anderen zufolge sind Ghule vorher Menschen gewesen, die mit etwas in Berührung gekommen sind, dass sie zu Leichenfledderern werden ließ. Wieder eine andere berichtet von einem verrückten Alchimisten, der entführte Menschen in Experimenten mittels schwarzer Magie und unbekannten Substanzen mutieren ließ und noch heute sein Unwesen treiben soll. Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Annahme, dass diese Wesen durch die Kräfte des Kosmos entstanden und ursprünglich nur die Erde vom Leichengift freihalten sollten.









WER HAT ANGST VOR DEM SCHWARZEN MANN?

Der schwarze Mann findet sich in vielen Kulturen unter vielen Namen. Unter "Butzemann", "Bo(o)geyman" oder auch "Nachtmahr" kennt man ihn - es gibt sogar ein Spiel unter Kindern, das nach ihm benannt wurde.
Es heißt, sobald die Dunkelheit hereinbricht, verbirgt er sich in den Schatten unter Betten, in Schränken und dunklen Ecken. Er ernährt sich von Angst und bringt furchtbare Alpträume. Umso mehr Leute an ihn glauben, umso stärker wird er, sodass er es vor allem auf Kinder abgesehen hat, die mit ihrer lebhaften Fantasie besonders empfänglich sind. Wenn er über genug Macht verfügt, kann er sogar physisch des Nachts auftreten und jemanden "holen".

War es früher nur eine Geschichte, um Kinder dazu zu bringen, zu gehorchen und sie einzuschüchtern, lässt sich heute nicht klar sagen, ob es ihn nicht doch gibt. Haben ihn gar die Erwachsenen erschaffen, indem sie ihrem Nachwuchs dessen Existenz glauben machten? "Tulpa" wird laut der tibetischen Mythologie der Vorgang genannt, wenn Gedanken sich - auch unbewusst - in etwas Reales manifestieren. Gelangte so der Bo(o)geyman aus der Welt der Fantasien und Träume in unsere?
Fakt ist, dass immer wieder Fälle von plötzlichen Kindstod auftreten; Pathologen berichten von kleinen Mädchen und Jungen, die an ihrer eigenen Zunge erstickt sind. Haben sie sich zu Tode geängstigt? In jedem Fall verschwinden auch Kinder aus gut gesicherten Schlafzimmern und lassen verzweifelte Eltern zurück. Ist der schwarze Mann also nur ein Mythos oder doch grausame Realität?
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